Victoria wird geschlossen

Ab 27. November 2014 wird die Sim abgebaut, da sie bis 30. November 2014 bezahlt ist. Bis dahin kann Victoria noch gerne zum spielen genutzt werden.

Wir bedanken uns sehr herzlich für die gute Zeit mit allen Spielern. Wir wünschen allen eine gute Zeit und dass Ihr neue schöne RPs findet.

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Servius: Der Schatz

Servius: Der Schatz

Die lauten Schreie in den Gassen waren verstummt. Die Krieger von Victoria schlugen die letzten Aufständischen erbarmungslos nieder. Im Schatten einer Mauer hockte zitternd ein Mann, sein Auge verfolgte ängstlich und aufmerksam ob sich jemand seinem Versteck näherte.

Irgendwann verstummten auch die Tritte und Rufe der Rarii.
Dunkel war es inzwischen geworden. Die Wolken hingen vor den drei Monden, gespenstisch ertönte noch hier und da ein Wimmern, Schatten huschten gebückt durch die Gassen.

Vorsichtig bewegte sich der Mann, kroch aus seinem Versteck als er mit einem Fuß in einem Loch nah der Mauer hängen blieb. Ein Fluchen war zu hören, ein hastiges Umschauen ob ihn jemand gehört hatte.  Er zog an dem Fuß, doch der steckte tief drin. Immer wieder um sich schauend machte er sich dran das Loch zu erweitern. Auf einmal hielt er inne um dann nur noch hastiger zu wühlen. Kaum war der Fuß draußen buddelte er weiter, Steine lösten sich, tief streckte er seinen Arm in das Loch, griff nach etwas, zog, es blieb hängen, er buddelte wieder bis er endlich einen Beutel hervorzog.
Schwer atmend als wenn er Meilen gelaufen wäre, schaute er im Dunklen auf den Beutel.
Vor Aufregung zitternd fingerte er an dem Knoten. Ein Fluch begleitete seine Bemühungen bis er kurzerhand das Messer zog und dran rumschnitt.

Der Beutel öffnete abrupt etwas hartes kullerte heraus und viel zu seinen Füssen. In dem Moment wurde es heller, die Wolken zogen vorbei, das Licht der drei Monde viel in die Gasse und verwandelte die kleine Ecke wo er hockte in ein buntes Licht. Es funkelten ihm Gold und Silbertarsk und bunte Edelsteine entgegen.
„Schatz. „ krächzte er mit trockener Kehle. Die Augen weit aufgerissen strichen seine zitternden Finger über die Gold- und Silbertarsk, ein rot funkelnder Robin zog ihn magisch an. Fast liebkosend nahm er den Stein, hielt ihn in das Lichte des Mondes. „Ein Zeichen der Priesterkönige, mein Schatz.„ er lachte geckernd auf. Ein Geräusch liess ihn herumfahren. Mit gehetztem Blick stopfte er alles wieder in den Beutel. Die blutigen Finger schoben die Steine und Erde hastig zurück.

Er versteckte den Beutel unter seiner Tunika, presse ihn fest an sich. Dann hatten die Gassen einen Schatten mehr der sich davon schlich, leise geckernd lachend „Schatz, mein Schatz.“

 

Von Servius dem Tavernenwirt (Nobody Melodie)

Die Ratsversammlung, der Quästor und die Machtdemonstration

Letzte Hand traf man sich zur Ratsversammlung in der Curia. Das gemeine Volk versammelte sich davor. Anfangs besprachen sich nur Dillus Baratheus und Lomerus Morgulis und ernannten Titus Domitius zum Ädil, da der bisherige Ädil schon lange auf Reisen und bekannt war, dass die rote Kaste bzgl. Pöstchenvergabe zur Unfähigkeit neigt. Ab da waren anwesend:

Dillus Baratheus

Lomerus Morgulis

Titus Domitius

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Bei dem 2. Punkt, den Latrinenbau, verweigerte Dillus seine Zustimmung, solange er keinen Kostenvoranschlag bekam. Mit Titus seiner Stimme konnte er zwar überstimmt werden, aber gerade bei dem Thema war es wichtig, den Quästor auf seiner Seite zu wissen. Daher einigte man sich darauf, den Kostenvoranschlag einzuholen.

Die Wahl des Administrators wurde einstimmig verschoben, bis der Rat vollzählig und alle Plätze besetzt sind.

Ein weiterer Heimsteinschwur wurde beschlossen und für heute angesetzt.

Zum Schluß versuchte Dillus das Budget von der roten Kaste zu kürzen, da derzeit keine Kriegsschiffe zu sehen seien. Der Versuch des Quästors, seine Muskeln spielen zu lassen wurde mit den Stimmen von Titus und Lomerus niedergeschlagen.

Die nächste Ratsversammlung findet in einer Hand statt.

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Verfaßt von einem völlig neutralen Stadtschreiber.

Der Schwur auf den Heimstein und den Rat

Die Ladungen wurden nur schleppend auf das Schiff gebracht und verstaut. Lomerus tobte innerlich, schon drei Tage sass er auf dem Schiff fest. Bis dann ein Bote erschien und bat, der Medicus möge dem Rarius Titus Domitius den Heimsteinschwur abnehmen, da er im Rat sitzen würde. Mit dem Heimsteinschwur könnte Titus Ädil werden und wenn Lomerus an Arreconius, den derzeitigen Ädil und seine Allüren Ubar zu werden, dachte, wurde ihm ganz anders. Es wurde Zeit für ein Exempel. Da er nichts anderes hatte, rannte Lomerus in seiner einfachen Tunika zur Curia, vor der sich die Bürger schon versammelt hatten und stellte sich in der Curia hinter den Heimstein. Tja, eine Rede hatte er nicht fertig, also mußte er improvisieren und bat die Beteiligten in die Curia.

Lomerus erhob seine Stimme “Der Heimstein vereint uns. wir alle sind der Heimstein. im Namen des Heimsteins kämpfen wir, leben wir, leiden wir und sterben wir. Der Heimstein bindet uns unwiderruflich an sich. Aller Streit gerät in Vergessenheit, wenn der Heimstein uns braucht. Der Heimstein bewältigt große Krisen, wie gesehen.”
Auf den Heimstein deutend fuhr der Medicus fort “Der heimstein ist Victoria, Victoria ist der Heimstein. Er befiehlt unser Dasein. Er befiehlt dem Rat, der über den Heimstein wacht.”
Lomerus’ seine Stimmee donnerte “Ohne den Heimstein und seinem Hüter, dem Rat sind wir nichts. Er ist unser Herz. Einmal vom Heimstein verbannt, sind wir dazu verdammt, wie Vogelfreie durch die Lande zu ziehen. Ich frage Dich, Titus Domitius, möchtest Du auf den Heimstein von Victoria schwören und deine Dienste im Zeichen des Rats, dem Hüter des Heimsteins tätigen? So lege Deine Hand auf den Heimstein und antworte mit: Ja, ich Titus Domitius schwöre hiermit dem Heimstein und dem Rat von Victoria die Treue.”
Titus Domitius trat vor, schnitt sich mit dem Dolch in die Hand und legte diese auf den Heimstein, feierlich schwörend: “Ich, Titus Domitius, schwöre hiermit auf den Heimstein und dem Rat von Victoria die Treue bei meinem Leben.
Lomerus schaute Titus feierlich an “Nun strecke Deine unverletzte Hand vor, Titus Domitius.” Titus tat dies, worauf Lomerus Salz hinein streute und dem Rarius ein Stück Brot gab: “Esse das Brot und das Salz. Das Salz steht für Wohlstand, den Dir der Heimstein einbringen wird. Möge es Dir nie ausgehen. Mit dem Brot nährt Dich der Heimstein, auch dieses möge Dir niemals ausgehen.”

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Der Schwörende nahm erst das Brot in den Mund und leckte das Salz von seiner Hand ohne das Gesicht zu verziehen, dabei sah er weiter zum Heimstein und lächelte als ein Zeichen der Freude.
Lomerus lächelte freudig zu Titus Domitius “Titus Domitius, ich begrüße Dich herzlich als Bürger von Victoria, dieser großartigen Stadt am Vosk. Meinen Glückwunsch! Heil Victoria!”

Mit dem Ruf “Heil Victoria!” fielen die Bürger mit ein und bewiesen, wie sehr sie mit dieser wieder aufblühenden Stadt verbunden sind. Lomerus war in der Tat zufrieden, hatte der Rarius doch nicht nur dem Heimstein die Treue geschworen, sondern auch dem Rat. Damit war die Gefahr eines Ubarats ein für alle mal gebannt.

OOC-Stzung vom 17.10.2014

Da Fauna schon alles hervorragend in einer Notecard zusammengefaßt hat, mache ich es mir leicht und copypaste weitgehend einfach:

OOC-Stzung vom 17.10.2014

Die erste OOC-Sitzung unter neuer Führung, fand am 17.10. in der Sky über Victoria statt. Nachdem sich die Spieler eingefunden hatten, einige entschuldigt wurden, dass sie nicht teilnehmen können, konnte das neue Adminteam beginnen.

Die Spieler wurden davon unterrichtet, das es nun ein Adminteam, bestehend aus Lomerus (Ganzbaf Rasmuson) und Fauna (Gilgalad Falodir) geben wird. Diese Entscheidung erfolgte durch die vorhergehende OOC-Sitzung der Orgaebene. In wichtigen Fällen wird der, welcher anwesend ist, sofort entscheiden, ansonsten werden Entscheidungen von den beiden Administratoren gemeinsam getroffen. Finanziell ist ebenfalls alles abgesichert.

Unter anderem wurde auch überlegt, wie die Sim wieder attraktiver werden könnte auch für neue Spieler. Ein Punkt ist, dass überlegt werden muss, manche Posten anderweitig zu besetzen, da die Spieler nicht mehr anwesend sind. RL hat immer Vorrang, wir bitten jedoch darum, uns kurz Bescheid zu geben, dass wir auch wissen, warum derjenige wegbleibt. Die Plots die schon angespielt wurden, werden, soweit die entsprechenden Spieler da sind, weitergehen. Die Plots, in denen Spieler ganz wegfallen, werden überdacht und anderweitig gelöst. Es fiel auf, dass das Konzept auf fruchtbaren Boden fiel und das die Spieler sich damit identifizieren können. In der Beschreibung des Landes muss nur etwas geändert werden, damit es auch anderen Spielern auffällt, welche Mischung hier gespielt wird. Ebenso fiel die Idee, ob man Elemente aus dem Pen & Paper mit einfließen lassen könnte, dies wird  ausprobiert, eine Art Quest zu spielen, über welche ein Spielleiter wacht. Es ist noch kein Termin dafür vorgesehen, es wird einfach irgendwann geschehen.

Es kam der Vorschlag, mit dem Gladiator Kjartan durch Gor zu reisen und an einigen Städten halt zu machen, um dort einige andere Leute zu provozieren bzw. sie zu animieren (Anm. v. Lomerus: Nach Absprache mit den jeweiligen Sim-Admins, um von vornherein jegliches Konkurrenzdenken ausschliessen zu können.) und sie gegen den Gladiator kämpfen zu lassen. Eine Idee, welche aufgegriffen wurde. Ebenso ein simeigenen Event daraus zu machen.

Pavidus wird vorerst die Taverne übernehmen, der Ludus ist unter der Obhut von Fauna, wobei sie Unterstützung von Lomerus erhält und ebenso wird Fauna erste Händlerin werden. Die Rote Kaste wird in den Schoss der Familie Domitius fallen. Der Rat, zumindest ein Teil des Rates, wird weiterhin alle 14 Tage IC tagen und dort Entscheidungen treffen, wie auch die Heimsteinschwüre abnehmen.

Die nächste Sitzung des Rates wurde einmal am 19.10. beschlossen, um den Hauptmann, Titus Domitius, auf den Heimstein schwören zu lassen und eine weitere wurde am 26.10. beschlossen, um IC über das Event zu entscheiden.

Und das Spiel um die Macht geht weiter.

Lomerus und Fauna

(Die Kommentarfunktion ist zu OOC-Beiträgen generell ausgeschaltet, da es sich um eine Ankündigung bzw. Bekanntgabe handelt und diese werden im Blog nicht diskutiert.)

Atticus

Caligula Julius Atticus ging mit einer Schaufel zu dem Platz hinter der Hafenmauer, wo er damals, vor 20 Jahren, seine Rarius-Gewandung, seine Messer, den Schild und das Gladius in einer Kiste vergraben hatte. zudem den Ring, der ihn als einer der Aatticus auswies. Sein vernarbtes wettergegerbtes Gesicht war im Lauf der Jahre gealtert, die er als Seemann auf einem Schiff angeheuert hatte. So war er dem Aufstand und der Rache der Familie Viridis entkommen. Er bekam mit, wie zwei Schiffe einliefen, die eindeutig der Familie Atticus zuzuordnen waren und er war überglücklich, Aurora hatte überlebt und ihre Legionäre geschickt, um die Lage auf Victoria zu sondieren. Caligula wußte, sie würde maßlos enttäuscht sein, wenn sie erfuhr, dass sich eine damals unbedeutende Familie Viridis zu einer der mächtigsten Kriegerfamilien der stadt aufgeschwungen hatte und dass, Arreconius nur darauf lauerte, ihrer habhaft zu werden, um sich ihre restlichen Legionäre und Schiffe einzuverleiben.

Während er zu graben begann, schaute er immer wieder in die Richtung der beiden Schiffe, die schon bald wieder ablegen würden. Schnaufend zog er die Kiste aus dem Erdloch und öffnete sie. Es roch muffig, doch waren die Sachen im tadellosen Zustand. Er zog sich um und fühlte sich sofort viel wohler in seiner Haut. Den Ring über den Finger streifend ging er zu dem ersten Schiff und hielt dem Wachtposten seinen Ring hin. Ein stattlicher Legionär empfing und unterrichtete ihn. Caligula versprach alles Notwendige in die Wege zu leiten und machte sich sofort auf den Weg in die Stadt, um mit Dillus Baratheus zu sprechen.

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Er grüßte einige Gestalten auf der Terrasse der Taverne und fragte nach Dillus. Fauna bot ihm an, ihn hinzuführen. An der Wechselstube angekommen, stellte sich heraus, dass Dillus nicht da war. Finster versprach Caligula, Dillus zu pfählen, sollte er das Vermögen der Atticus durchgebracht haben. So kamen Fauna und er ins Gespräch und sie erfuhr, dass er der Onkel von Aurora war. Sie beschwor ihn, dies nicht öffentlich herauszuposaunen, doch er befand, dass die Zeiten des Versteckens vorbei sein sollten. Fauna bot ihm an, dass er in ihrem Haus wohnen könne, um alle Schritte einzuleiten. Dies nahm er sehr gerne an. Er wurde in Titus seinem Zimmer einquartiert. Vor seinem geistigen Auge erschien Tiberia im Kragen und machte sich daran, seine geschundenen Füsse zu massieren und zu salben.

 

von Caligula Julius Atticus (Ganzbaf Rasmuson)

Pavidus: Blick in die Vergangenheit und die Zukunft

Heute hatte Pavidus Zeit sich die Reste vom Ludus anzusehen. Als er durch das Tor trat fiel sein Blick auf die abgebrannten oberen Räume, die Balustrade der Galerie wo Lucia so oft stand.
Vorsichtig stieg er über eine zerbrochene Säule, die gerissene Umrandung des Wasserbecken. Eine der roten Blüten, welche Tiberia so liebte, lugte zwischen Trümmern hervor.
Seine Schritte lenkte er durch die zerborstene Holztür vom Arbeitsraum zur Treppe. Er schaute den Sklaven zu, die dabei waren den Schutt von der Treppe wegzuräumen. Schweigend stand er da, die unsicheren Blicke der Sklaven nicht beachtend bis ein schmaler Bereich frei war. Pavidus wies sie an oben zu warten, scheuchte einen davon der ihn neugierig anstarrte. Er wollte alleine sein wenn er da runter ging. Stufe für Stufe stieg er hinab, an den zerborstenen Waffenhalterungen vorbei. Keine der Waffen oder Schilde war zu sehen, alles von dem wütendem Mob oder den Gladiatoren mitgenommen.
Überall blitzten Bilder vor seinem Auge auf. Im Gang zu den Zellen die Schatten der Gladiatoren, beim Küchenbereich die löffel schwingende Topfsklavin, im Badebereich wie sie nach dem Üben ihre geschundenen Körper entspannten.

Aber jetzt war das Wasser dunkel vom Blut, er konnte Körper darin sehen, tote Körper, es stank fürchterlich das es ihn würgte. Laut rief er nach oben und wies die Sklaven an die Leichen wegzubringen.
Pavidus fuhr herum als hinter ihm Metall auf Stein schlug. Einer der Sklaven war an eine Gittertür gestoßen. Er starrte auf die Zelle, ging die wenigen Schritte strich mit der Hand über das Eisen der Tür, den kalten Stein der Wand. Heute war es anders, es machte ihm nicht die Angst wie damals, nein dafür war inzwischen zu viel passiert. Aber es war unauslöschbar in seine Erinnerung eingebrannt.

………. damals als er erwischt wurde.

Klonk !!! Das metallene Scheppern des Gitters das hinter ihm ins Schloss fiel ging ihm durch Mark und Bein.

Kälte herrschte in dem Raum, grauer kalter Stein über den das flackernden Licht vom Gang schattenhaft entlang strich. Langsam drehte er sich um, starrte durch die Gitter. Seine Hände umfassten die Stäbe, lehnte den Kopf gegen das kalte Metall.
Vorbei, gefasst, zu hoch gespielt, Tot, Hoffnung … seine Gedanken und Gefühle wirbelten gleich Stromschnellen durcheinander.

Sie hatten ihn geschnappt, diese verhassten Roten. Er war zu leichtsinnig gewesen es noch so lange hinaus zu zögern. Wollte er am frühen Morgen gleich los und sich andere Sachen besorgen um erneut unterzutauchen, stand er doch am Haupttor um nicht von dem Hauptmann gemeldet zu werden.

Sein Glück war, dass er zwischen Hafen und Tor patrouillieren durfte. Erneut wollte er nun untertauchen. Aber das Treffen mit Fauna und den Kameraden kam dazwischen und zu viele unliebsame Lauscher die dort herumlungerten. Als Rekrut konnte er diese Gestalten leicht vom Schiff fernhalten. Die Zeit rann dahin, noch ein Gefallen, Fauna nach Hause zu begleiten, dann wurde es endlich Zeit und er eilte Richtung Hafen.

Musste ihm ausgerechnet Ben in dem Moment über den Weg laufen?

„Hey du Daxus, warte mal. „ wurde er von Ben angerufen.
Ohne anzuhalten drehte Daxus sich nur um „Ich habe keine Zeit, muss zurück.“ rief er ihm zu.
Ben ließ sich jedoch nicht abwimmeln. Er kam mit großen Schritten hinterher. „Ich soll dich zum Ersten Schwert bringen, also bleib schon stehen und komm mit.“ Daxus blieb bei diesen Worten wirklich stehen, einen Moment brauchte er um das zu verdauen. Dann ging er in Gedanken die Wege und Gassen durch die ihm offenstanden. Die Gasse entlang der Therme war ihm durch Ben versperrt, aber etwas weiter unten konnte er rechts zum Sleengehege entkommen. Das Ziel vor Augen ging er weiter, schaffte es sogar mit Ben zu plaudern „Das erste Schwert? Was soll ich denn bei ihm?“

„Er möchte mit dir reden, was weiß ich. Ich soll dich nur zu ihm bringen.“ Zeit schinden, der Gasse immer näher kommend ging Daxus weiter. Kurz vor seinem Ziel, er wollte schon zum Endspurt ansetzten hielt ihn Ben am Arm fest. „Hör zu, ich soll dich zu ihm bringen also mache ich das jetzt auch. Und wenn du dich weigerst muss ich dich mit dem Schwert zwingen.“ Ben hörte sich mittlerweile sehr ernst und ärgerlich an. Seine Hand wanderte an den Schwertgriff.

Gezwungen stehen zu bleiben bemerkte Daxus nicht das sich das Tor öffnete, noch ein Krieger die Gasse hochkam bis dieser vor ihm stand. Das erste Schwert Valerius Atticus.
Es dauerte nicht lange und bohrende Fragen von Valerius prasselten auf Pavidus ein, welchen er nicht standhalten konnte. Frechheit siegte hier nicht, er wurde entlarvt, hatte verloren und keine Möglichkeit zu entkommen.
Die Ehre der Kaste wäre verletzt, beschmutzt und Valerius hätte das Recht ihn auf der Stelle das Schwert in den Leib zu stoßen. Aber nach geflüsterten Worten von Ben brachten Sie ihn zum Ludus.

Das lachen der Gladiatoren ließ Pavidus hoch sehen. Es waren große kräftige und starke Männer. Sie gebaren sich als wenn ihnen nichts und niemand was anhaben konnte. Sie lebten um zu töten.
Und einer von diesen Gladiatoren würde ihn töten. Gefangen, abgeschoben und Verurteilt zum Tot durch das Schwert eines Gladiators. Das war das Urteil welches Valerius fällte als er Pavidus vor dem Ludus abgab.

Eine Gnade, eine Ehre war es im Sand der Arena zu sterben, höhnten Sie. Es sollte eine Belustigung werden für die roten und für das Volk.

Pavidus schaute in den Gang, dass Lachen der Gladiatoren war verstummt. Einige waren tot wenn nicht sogar alle, nicht im Sand der Arena, nicht mit Ehre, sondern gestorben im Schmutz der Stadt.
Er lachte auf, unheimlich hörte es sich an. Er, der Winzling der schmächtige Bengel, jener der zum Tote verurteilt hier her gebracht war. Ja er hatte überlebt, bisher länger als die Gladiatoren die sich alle für so stark und unbesiegbar gehalten hatten. Länger als manch einer der verhassten Roten.
Die Sklaven schauten ihn furchtsam an als er aufrecht, laut lachend im Gang stand.
Pavidus drehte ich um, schaute die unfreien Männer vor ihm an. Bei den Priesterkönigen er hatte so verdammt viel Glück gehabt bisher. „Geht hoch und macht dort weiter.“ ruhig, selbstsicher war seine Stimme und ohne zu Murren gehorchten sie.
Pavidus folgte ihnen langsam, lenkte seine Schritte hoch zur Übungsarena, zum heiligen Sand der nun nicht mehr nur vom Blut der Gladiatoren getränkt war sondern auch vom Blut freier Bürger Victorias.
Er ließ etwas Sand durch seine Hand rieseln so wie beim ersten mal
………………………damals als er hier seine ersten Prügel einsteckte.

Schon am nächsten Tag wurde er einem Gladiator zugeteilt der ihn testen sollte. Ganz so ungeübt war Pavidus nicht, er hatte auf dem Schiff gelernt mit Messer und Axt umzugehen. Aber das hier war was anderes. Das Übungsschwert von Vedius prasselte stetig auf seinen Körper bis er erschöpft mit hängenden Armen stehen blieb. Jeden Tag wurde er mehr oder weniger durch die Arena gescheucht, sein Körper war voller blauer Flecken, ständig lag er im Sand der zwischen den Zähnen knirschte. Immer wieder wurde er korrigiert: „Schild hoch, Schwert runter, zustoßen, nicht so langsam, beweg gefälligst deinen kleinen Arsch.“ Aber er bekam auch Muskeln, wurde kraftvoller und seine Wenigkeit kam ihm so nach und nach zum Vorteil bis er eines Tages das erste mal Vedius den Sand fressen ließ. Sein Grinsen war so breit und zufrieden das er die Aufmerksamkeit vergaß und im selben Moment wieder im Sand lag. Lachend reichte Vedius ihm die Hand. „Du wirst besser Kleiner.“ stolz machte sich in Pavidus breit, er hatte sich so langsam den Respekt der Gladiatoren erkämpft.

Seinem Hass auf die Roten tat das aber keinen Abbruch. Wenn er alleine in seiner Zelle hockte kam er immer wieder hoch. Vor allem nachdem er von Lucia noch so einiges erfahren hatte.
Pavidus hasste diese Scheinheiligkeit der Roten. Er hatte einen Fehler gemacht und bezahlte dafür mit seinem Leben. Nur die Roten standen mit ihrer verdammten Ehre über allem.

Einer der Ihren hatte das Gesetz gebrochen, selber gegrölt das er fremdes Eigentum kaufte und es ihm egal war ob es rechtens war oder nicht. Das die Roten es vertuschten und einen Heimsteinfremden als Opfer jagten, ließ Pavidus wütend werden. Noch wütender, dass viele in der Stadt es wussten und sie schwiegen. Keine Fragen, keine Gnade, nur Tod.

Der Sand rann zwischen seinen Fingern, er wischte den Rest ab der an seiner Hand klebte, richtete sich auf. Seine Hoffnung hatte er damals von denen genährt die an ihn glaubten.
Mit jedem Schritt aus dem Ludus dachte er an seine Helfer.
Seine Kameraden welche versuchten ihn da rauszuholen, auch wenn er von dem Plan an sich nichts wusste. Welche ihm Mut und Zuversicht gegeben hatten das er er schaffen würde.
Lucia, mit Misstrauen am Anfang fand er in ihr eine Helferin die Zeit im Ludus zu überstehen, sich zu beweisen. Eine Fürsprecherin, die ihrem Gefährten seine Freiheit schmackhaft machte, als Erfolg des Ludus.
Callista, wie sie sich in den Ludus geschlichen hatte um ihm zu helfen. Sie war ihm wie ein Sonnenstrahl in der Dunkelheit erschienen. Auch wenn ihr Plan ihn entsetze so begab sie sich in Gefahr für ihn.

Sie alle gaben ihm die Zuversicht ……………….
………………….. damals er er in der Arena um sein Leben kämpfte.

Das Warten hatte ihn nervös gemacht, aber dann gab es kein Zurück, das Tor öffnetet sich vor ihm eine Woge von lärmenden Bürger traf ihn wie eine Wucht.
Pavidus stolperte in die Arena, zögerlich ging er bis in die Mitte wie man es ihm gesagt hatte, sein Blick fiel auf seinen Gegner. Decius verhöhnte ihn, strich um Pavidus wie ein Larl der auf Beute aus war, ging ohne Warnung auf ihn los.
Pavidus Unsicherheit machten es Decius leicht die ersten Treffer zu landen. Aber irgendwann kam der Moment wo die ganze Nervosität von ihm abfiel, er nichts mehr um sich herum hörte.
Leben, ich will Leben war alles war er an Gedanken noch zuließ und dafür würde er kämpfen.

Nur noch der Sand unter seinen Füssen, der Blick auf Decius, das Gewicht und trügerische Schutz des Schildes, das Heft seines Schwertes existierten für Pavidus.
Sie umrundeten sich erneut, teilen ihre Schläge aus, es blieb keine Zeit zum Wundern wenn Pavidus nun auch traf. Die Schläge von Decius waren kraftvoll und schmerzhaft.
Dann der Aufschrei der Menge, er drang bis zu ihm durch. Getroffen! Er hatte Decius so getroffen das er eine Chance hatte.

Kurz schloss Pavidus die Augen, die Aquilla tauchte vor ihm auf, ihre Bewegung die er gelernt hatte auszugleichen.
„Du bist klein und flink. Sei du selber. Kraft alleine macht nicht den Sieg.“ die Worte von Lucia und Lomerus und seine Erinnerung beflügelten ihn. Fast einem Tanz gleich begann er sich zu bewegen, umtänzelte Decius, duckte sich, drehte sich, führte den Schwung über seinen Schwertarm und Traf!

Gebeugt, aufmerksam und wachsam blieb Pavidus Blick an Decius hängen, jederzeit bereit auf einen Angriff zu reagieren. Die Menge tobte, die Rufe waren für ihn unverständlich, er sah nur das Decius aufgab.
Langsam entspannte sich Pavidus richtete sich auf, drehte sich zu dem Podium um, dort oben wo Gaius seine Rede hielt. Und dann hörte er das Worte was für ihn von Bedeutung war, das einzige worauf er gewartet hatte. Frei.
Zwei Herzschläge später brach die Anspannung, Angst und Freude sich ihre Bahn. Das Schwert hochreißend schrie Pavidus es heraus und lief durch die Arena. FREEEIIIIIIII.

Damals hatte er seine Freiheit errungen, war ein Held für eine Kurze Zeit.
Pavidus hatte danach endlich den Baumeister getroffen und seine Kaste offenbart. Er hatte es geschafft seine Ausbildung weiter zu machen, den Kampf auf dem Vosk überlebt, den Aufstand in Victoria.
Heute war er ein Baumeister in Ausbildung sein Traum hatte sich erfüllt. Und bald würde er auch Callista …. wenn sie nur bald aus Argentum zurück wäre.

Mit kraftvollen Schritten ging er durch die Stadt schnappte sich von der Sklavin die draußen mit den Schriftrollen auf ihn gewartet hatte die nächste. „Dann mal sehen was als nächstes zur Besichtigung ansteht.“ Pavidus grinste die Sklavin an und gab ihr einen Klaps auf den Hintern als er sich auf den Weg machte.

von Pavidus (Nobody Melodie)