Scipios Erlebnisse II

Ein nur angelehntes Tor in einen Innenhof? Nur kurz überlegt Scipio, dann tritt er mutig in den Innenhof um die Sche zu prüfen. Schliesslich könnten sich ja gefährliche Diebe im Hof aufhalten und das Eigentum der Familie bedrohen. Oder gar eine der Ladies, die da wohnen. Und die unteren Kasten müssen schliesslich zusammenstehen, wenn sie schon im unteren Teil der Stadt leben dürfen.

Nun, hinein in den Hof, die Brust herausgestreckt, die Hand an der W.. an der nicht vorhandenen Waffe und drum am Gurt und mit wenigen Schritten ist der Hof kontrolliert. Niemand da, aber, die Türe in den unteren Teil des Hauses ist offen, was wenn da doch jemand? Also, auch da rein.

Ein Sammelsurium an Flaschen, Phiolen, Fläschchen und anderen Behältnissen empfängt ihn im Raum. Es riecht nach verschiedensten Essenzen und in einer Ihn geht im ein Bosköllampenlicht im Kopf auf… Der Händler, der einer Lady einen Duft versprochen hat, dass ihr alle Männer nachlaufen werden! Sein Blick wandern über die Regale, die auf dem Tisch stehenden Phiolen und noch bevor seine Augen fertig sind mit gucken haben seine Finger schon eine Phiole umschlossen.

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Die Stimme einer Frau unterbricht die Stille im Haus, die Beine von Scipio übernehmen gewohntermassen das Kommando und noch bevor er klar denken kann ist er über die Mauer verschwunden. Als er um die Ecke tritt schaut er auf seine Hand, öffnet sie und sieht darin die Phiole, seufzt und geht dann, den Blick immer wieder unauffällig über die Schulter werfend auf Umwegen in sein Zimmer am Ende der Strasse. Die Türe fällt kaum hinter ihm zu als er die Phiole neugierig öffnet und seine Nase in die Nähe der Öffnung bringen will. Was für ein Geruch… nein, was für ein entsetzlicher Gestank ihm da entgegenschlägt… die Phiole verschliessen und auf den Balkon springen scheinen nur eine Bewegung zu sein. Nach ein paar Minuten kommt er wieder zu sich und sieht über die Balkonumrandung hinab auf dem Weg seine letzte Mahlzeit in ungewohnter Form dort liegen. Noch immer würgt sein Magen… welch Gestank. Scipio atmet tief durch, dreht sich um und will in sein Zimmer gehen… aber wie eine Wand scheint der Geruch im Zimmer ihn davon abzuhalten. Ein müdes Achselzucken, das drehen des Körpers und schon hat er sich über den Balkon auf den Boden hinabgelassen. Ein Glitzern im Glas erregt seine Aufmerksamkeit, seine Finger greifen danach und dann ein Zögern: Die Phiole… Dann huscht ein Grinsen über sein Gesicht. Was als Dämpfe in seinem Zimmer schon Unheil anrichtet, wie mag das dann in besser duftenden Gegenden wirken?

((ein Beitrag von Scipio))

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