Scipios Erlebnisse III

Beim Spaziergang über den Dächern von Victoria beginnt Scipio plätzlich zu grinsen. Er erinnert sich an das Gespräch mit Vega und der Schneiderin, mit Aura und der anderen Lady.. Allesamt Schönheiten, deren Hintern er nicht von der Bettkante stossen würde… Beim Betrachten der Aussicht wandert seine Hand zur Phiole und auf einmal wird sein grinsen breiter. Er schaut in den Hof des Hauses, sieht die Weinfässer und stellt die Phiole auf das Dach, öffnet sie ein bisschen und entfernt sich dann rasch. Was für ein Gestank… selbst der Händler mit den Fläschchen und Phiolen scheint es noch zu riechen, obwohl er einige Schritte davon entfernt ist.

Snapshot _ Victoria am Vosk - Landepunkt, Everest Hills (143, 2

Ein “Tal Meister” und schon entspinnt sich ein Gespräch zwischen dem Dufthändler und Scipio. entwickelt sich ein Gespräch über Arbeit in der Stadt, die oberen Kasten und deren Geplänkel. Und die Vermutung, dass sich jemand als Administrator beworben hat und beim Öffnen des Mundes den Gestank verbreitet.

Und auf einmal entspinnt sich ein Gespräch um ein Kraut, dass Wunden schneller heilen und Köpfe frei von dummen Gedanken machen kann…. und ein Handeln, wie es die besten Händler der Stadt wohl noch nie erlebten.

***

Die Gerüchte aus der Ratsversammlung verbreiten sich wie die Gerüche von der Phiole auf dem Haus des Händlers. Verdammt schnell und mit unangenehmem Nebengeschmack. Die Thermen in der Hand der Händler, man stelle sich das vor. Auch wenn das einfache Volk sich nur selten in den Thermen und wenn nur zu Randzeiten aufhält.. wenn die neuen Thermenbetreiber nun zu gierig werden… dann werden die Urt jede Menge Dreck finden und ihre Krankheiten verbreiten können.

Und was macht Scipio? Nun, in vielen Häusern stehen Wannen und die sind durchaus angenehm zu nutzen. Wenn denn deren Besitzer nicht alles wissen… und darum muss sich Scipio auch keine Sorgen um Dreck hinter den Ohren oder unter den Fingernägeln machen. Dreck am Stecken haben in Victoria scheinbar eh alle ausser den Angehörigen der Kaste der Diebe. Die sind wenigstens ehrlich unehrlich.

Und doch schleicht sich ein ungutes Gefühl den Rücken von Scipio hinauf.. was, wenn die erzwungene Unreinlichkeit Krankheiten ausbrechen lässt? Die Geschichten der Alten dringen in seinen Kopf und machen sein Denken nicht positiver. Langsam steigt er aus den Becken, trocknet sich mehr oder weniger gut ab und steigt dann wieder in seine Kleidung. Vermutlich sollte er einer Sklavin wieder mal ein Stück frisches Brot geben, damit sie ihm die Kleidung auch wieder einmal wäscht.. wobei, meist genügt da auch ein freundliches Wort und ein Lächeln. Das Brot ist nur die Zugabe.

Saubere Wege, Victoria!

((ein Beitrag von Scipio))

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