Der Bericht vom Aufstand

Wütend zerknüllte er den Brief und schmiss ihn auf den Boden. Was für ein Chaos! Dieser verweichlichte Adminstrator ermordet. Die Unterstadt in Aufruhr. In dieser Reihenfolge oder andersrum, so genau vermochte es in diesem heillosen Durcheinander wohl niemand mehr genau zu sagen. Kurz gefasst: Plünderung, Brandschatzung, Vergewaltigung und Mord.
Und es sah nicht so aus als ob sein missratener Sohn oder sonst noch jemand aus der roten Kaste in der Lage wäre diesem unseligem Treiben Einhalt zu gebieten – es war an der Zeit dass er nach Hause kam und für Ordnung sorgte.

Sowieso…. sein Sohn! Schrieb völlig schamlos dass er eine dahergelaufene Händlerin vergefährtet hatte – ohne ihn vorher um Erlaubnis zu bitten. Verflucht, dem Bengel hätte er Erleuchtung eingebläut! Es stieß ihm bitter auf auch nur daran zu denken dass seine Enkel von einer dieser vulgären, goldbehangenen Schlampen großgezogen werden könnte.

Ächzend erhob er sich aus dem weich gepolstertem Stuhl und umrundete trotz des heftigen Seegangs mit festen Schritten sicher den Tisch. All die Jahre in dem feuchtkaltem Klima auf See forderten so langsam ihren Tribut. Er wurde steifer, langsamer.. nichts was sich ein Kämpfer wie er erlauben konnte. Vielleicht war es wirklich an der Zeit, anstelle des Schwertes nur noch Reden zu schwingen. Entschlossen trat er auf das zerknüllte Pergament und zermalmte es unter seinem Absatz.

 

((von mashia))

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