Die Stadt

I. Vorwort zur Beschreibung “Gor extended”

Victoria ist eine Stadt auf dem Planeten Gor, der sogenannten Gegenerde. Die Gestaltung von Victoria erfolgte im Rahmen der Romanvorlage von John Norman: Es gelten die goreanischen Naturgesetze, es gibt das zentralgoreanische Kastenwesen und die Gesellschaftsstruktur ist eine von Männern dominierte, in der Frauen in der Regel unter dem Kommando ihrer Familienoberhäupter stehen.

Victoria ist eine “Gor extended – Spielwelt”, weil wir in zwei Dingen von der Buchvorlage abweichen: So sind die freien Frauen in Victoria in ihrer äußeren Erscheinung weniger an der islamischen Tradition orientiert, sondern eher am römischen Imperium. Sie tragen keine Schleier, bedecken ihr Haar in der Regel nicht und dürfen Schulter und Arm zeigen. Geschlitzte lange Roben, die ein Stück Bein zeigen, sind ebenfalls üblich.

Trotzdem sprechen wir von einem Leben auf Gor. Frauen können angeklagt werden wegen sklavenhaften Verhaltens. Ihre Familienoberhäupter können sie bestrafen und zur Rechenschaft ziehen, wenn sie es mit der freien Meinungsäußerung übertreiben. Es ist auch Sache der Familienoberhäupter Fälle von Unzucht zu ahnden, wenn es nicht sowieso zur Anklage kommt. Wenn sich eine Frau einem Mann hingibt, der nicht ihr Gefährte ist, so geht sie damit auch in Victoria das Risiko ein, versklavt zu werfen. Wie straff das gespielt wird, hängt hier ganz von den anwesenden Männern ab.

Der zweite Punkt, an dem wir von der Buchvorlage abweichen, ist die goreanische Sklaverei. Die Sklaverei in Victoria orientiert sich ebenfalls mehr an der römischen Tradition: Sklaven knien nicht grundsätzlich, sondern gehen ihrer Arbeit nach. Einige von ihnen sind hochspezialisierte Fachleute und entsprechend geschätzt, gleichwohl sie ihrem Status nach Eigentum sind. Auch das Freilassen von Sklaven ist nicht im goreanischen Sinne verpönt, sondern wird als Faktum akzeptiert. Männliche Sklaven werden in Victoria nicht grundsätzlich mit Verachtung bestraft, wie es in enger Buchanbindung sein müsste. Bis auf die formulierten Ausnahmen richten wir uns nach Gor:  Das Kind einer Sklavin gehört ihrem Besitzer. Ob es Sklaven gut haben oder nicht, hängt in Gänze von ihrem Verhalten und ihrer Herrschaft ab. Was die Sklaven dürfen und was nicht, regelt ebenfalls die Herrschaft. Wenn es einen Konflikt um Nutzung und Bestrafung gibt, regeln das die Freien unter sich. Wer klug und besonnen ist, benutzt nicht einfach so die Sklaven anderer Leute, es sei denn diese sind freigegeben ODER man hat keine Angst vor deren Besitzer. Für eine Schadensersatzklage sollte ein wirklicher Schaden vorliegen, sonst lacht man wohl eher drüber.

Wie unterscheiden sich dann Sklaven von Bürgern? Nun, ganz einfach. Die einen tragen einen Sklavenkragen um ihren Hals und die anderen nicht. Außerdem haben sie natürlich ihr Sklaven-Brandzeichen wie anderswo auch.

Alle kampfbegeisterten Frauen müssen wir allerdings enttäuschen: Auch in Victoria gilt, dass Frauen keine Waffen tragen, mit Ausnahme von zierlichen Jagdbögen, Dolchen und giftigen Accessoires in mannigfaltigen Variationen. Auch üben sie keine Ämter oder Berufe aus ohne die Zustimmung ihrer Familienoberhäupter. Wer also kämpfen möchte, muss sich einen männlichen Char bauen.

II. Historie der Stadt

Victoria, seit der Gründung der Allianz 10127 C.A. die Metropole der Vosk-Region, Sitz des Hohen Rates zu Victoria und Hauptstadt und Sitz der Kommandatur der Vosk-Liga*. Victoria hat sich erhoben vom Piratennest  zu einer lebendigen, pulsierenden goreanischen Stadt. Die Ursprünge Victorias liegen im Sklavenhandel. Außerdem hatte Victoria 100 Jahre lang keinen Heimstein. Der Topaz wurde einst von Piraten geraubt und in zwei Teile gebrochen. Um den Verbleib dieser zwei Teile wissen nur Tasdron, der Administrator und wenige Zeugen. Erst mit dem Sieg über die Voskpiraten gab sich Victoria wieder einen Heimstein.

III. Politik und Verwaltung

Victoria wird regiert vom Hohen Rat zu Victoria, der die Magistrate Victorias vereint unter Administrator Tasdron, seiner Kaste nach nur Händler und Tavernenwirt. Im Rat vertreten sind der oberste Wissende, der Erste der Schriftgelehrten, der erste Medicus der Stadt, der Erste der Kaste der Baumeister, der erste Händler sowie das erste Schwert von Victoria. Ehrensitze mit beratender Funktion haben inne: der oberste Prätor und der Quästor. Die Wahl des Administrators findet in jedem vierten goreanischen Jahr statt. Administrator kann nur werden, wer einen Magistratssitz hat. Die Kasten bestimmen ihren Ersten nach den jeweiligen Kastengesetzen und Bräuchen.
Öffentliche Ämter in Victoria sind Prätor (oberster Richter), Quästor (Schatzmeister), Aedilis (innere Sicherheit, öffentliche Ordnung) und Präfekten für diverse Aufgabenbereiche.

IV. Kultur und Stadtleben
Victoria gilt als die freizügigste Stadt am Vosk. Das Beischlafgesetz gilt nicht. Freien Frauen wird es in der Regel gestattet Seidensklaven zu halten oder sich zum Vergüngen welche zu mieten oder zu leihen. Außerdem ist es unüblich einen Schleier zu tragen. Bürgerinnen von Victoria zeigen je nach Mode sogar Schulter und geschlitzte Roben mit Beinfreiheit. Niemand nimmt daran Anstoß im Sinne der öffentlichen Ordnung.
Dennoch ist es Frauen beispielsweise nur mit Erlaubnis des männlichen Familienvorstandes gestattet ein öffentliches Amt oder gar einen Sitz im Rat zu bekleiden. Als Familienvorstand gilt der Vater, im Falle von Waisen der nächste männliche Verwandte oder der Gefährte innerhalb einer freien Gefährtenschaft.
Victoria ist unter den Städten am Vosk berühmt für seine Theaterkultur und seine unterirdischen Thermen. Außerdem hat Victoria einen exzellenten Ruf was die Ausbildung von Seidensklaven und Sklavinnen angeht und strebt hier dem Vorbild der großen Sklavenhäuser von Ar nach in Sachen Raritäten und exklusiven Preisen.
Die Schere zwischen wohlhabenden Bürgern und armem Gesindel klafft weit auseinander in der Metropole am Vosk. Am äußeren Stadtrand befinden sich die Insulae, die Mietskasernen der Armenviertel von Victoria. Innerhalb der Stadtmauern können sich vor allem die Handwerkskasten noch halten. Wer in den Insulae außerhalb Quartier nimmt, gilt als arm unter den Armen und verfügt häufig über weniger Nahrung und Mittel als die Sklaven der Wohlhabenden. Häufig rutschen hierher die Verstoßenen und Kastenlosen ab.
Die Hygiene im Zentrum von Victoria ist vorbildlich und es gibt öffentliche Latrinen. Nach außen hin nehmen Elend und Gestank immer mehr zu und auch die Sicherheitslage ist angespannt. Bürgerinnen und Bürger der mittleren und hohen Kasten verirren sich nach Möglichkeit nicht hierher, obwohl die eine oder andere Spelunke und Taverne auch männliche Mitglieder der hohen Kasten anlockt.

V. Sicherheitslage und Außenpolitik
Victoria gilt durch ihre Lage als sicherste Stadt Zentralgors. Auf einen Hügel mit steilen Abhängen gebettet, gilt sie als nahezu uneinnehmbar, obwohl ihre militärischen Streitkräfte übersichtlich sind. Sie bestehen aus Fußstreitkräften, einer Tarnstaffel sowie den Flussstreitkräften. Letztere stellen den höchsten Anteil dar. In Friedenszeiten werden die Rarii der Streitkräfte unter der Kommandantur des Aedilis zur Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit eingesetzt.
Jeder Rarius ist verpflichtet, einmal wöchentlich am Training teilzunehmen.
Nur eine schmale Straße führt vom Vosk aus hoch in die Stadt. Die Stadt wacht, einem gigantischen Tarn in seinem Horst gleich, über den Fluss und das bewaldete Umland. Der Hafen dient als Handelsplatz auch für Fremde und als Verschiffungsplatz für Waren. Vom Hafen aus werden die Waren dann mit Tharlariongespannen hoch in die Stadt gebracht.
Die Verteidigung von Victoria konzentriert sich auf die Verteidung des Vosk als Handelsweg. Denn lediglich auf diesem Wege wäre es möglich, der Stadt nachhaltig Gewalt und Leid zuzufügen.
Der Angriff aus der Luft wird von Tarndrähten verhindert, die als nahezu unsichtbares Netz weite Teile der Stadt sichern.
Victoria gilt als politisch höchst autark. Außenpolitische Interessen liegen lediglich im Bereich der Handelswege und der Verteidigung der Voskschifffahrt. Die wichtigen Handelsbeziehungen gelten als stabil und ermöglichen den Bürgern von Victoria ein angenehmes Leben, wenn sie über genug finanzielle Mittel verfügen. Diplomatische Beziehungen werden so gut wie keine gepflegt. Es gibt auch keine Diplomaten wie in anderen Städten Gors.

VI. Konfliktpotential
Traditionell stellen immer die gleichen Familien die Ratsmitglieder für den Hohen Rat und buhlen dort um den Sitz des Administrators. Hier wird weder vor Entführungen, noch vor Repressalien oder vor Mord zurückgeschreckt, wenn eine verfeindete Familie die Oberhand zu gewinnen droht. Auch innerhalb der Kasten ist der Kampf in der Hierarchie ausgeprägt. Machtbewusste und alteingesessene Familien kämpfen um die Macht in der Kaste und im Rat der Stadt. Unter sauberen Roben verbirgt sich oft mehr Schmutz als in den Gossen der Insulae. Gefährtenverträge dienen dem Machterhalt und dem Machtgewinn der jeweiligen Familien. Gefährtenverträge werden von der Familie angebahnt, auch gegen den Willen der Frauen.

* 10127 C.A., nach dieser Schlacht, gründeten neunzehn Städte am Vosk die Vosk-Liga, eine Allianz, um sich gegen Piraten zu verteidigen. Zu diesen neunzehn Städten gehörten Port Cos, Victoria, Turmus, Ven, Tetrapoli, Tafa, Fina, Ragnars Hamlet, Hammerfest, Sulport, Sais, Siba, Jasmin, Point Alfred, Jort’s Ferry, Forest Port, Iskander, Tancreds Landing und White Water. Die Verträge wurden auf den Kais von Victoria unterzeichnet. Victoria wurde zur Hauptstadt der Liga berufen und ein Hoher Rat für die Liga wurde gebildet. Callimachus, einst ein Krieger aus Port Cos wurde zum Kommandanten der Streitkräfte der Liga eingeteilt.

Repräsentanten aus Cos und von der Salerischen Konföderation mochten den Zeremonien nicht beiwohnen. Die einzige wichtige Stadt am Vosk, die der Liga nicht beitrat, war Ar’s Station. Abgesandte aus Ar nahmen an den Zeremonien teil und sie unterstützten die Absicht der Liga. Aber Ar wollte Ar’s Station nicht erlauben, ihr beizutreten. Ar befürchtete, seine Kontrolle am Vosk zu verlieren, wenn es Ar’s Station erlaubt gewesen wäre, beizutreten. 

(Quelle: Luther’s Scrolls)

 

 

 

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