Gor-Knigge Victoria

Für Anfänger im Gor-RP haben wir hier versucht, das Wichtigste nochmal zusammenzufassen:

1. Prinzip der Ungleichheit und Mitleid

Der Goreaner nimmt Ungleichheit als naturgegeben und unabänderlich hin und hat ein anderes Gerechtigkeitsempfinden. Er strebt nicht danach, dass alle gleiche Rechte haben und Mitleid ist ihm eher fremd. Hoch angesehen ist es, sein Schicksal zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Dass Frauen nicht die gleichen Rechte haben, ist allgemein akzeptiert und Emanzipationsbestreben sind auf Gor fehl am Platze, es sei denn, man ist bereit die erspielten Konsequenzen zu tragen, die hart sein können. Der Goreaner betrachtet es als erniedrigend, wenn man ihm Mitleid entgegenbringt.

2. Ehre und Dank

Der Goreaner kennt kein Wort für “Danke”. Gleichwohl kennt er den Begriff Ehre. Der ehrenhafte Goreaner wird Mittel und Wege finden sich erkenntlich zu zeigen, wenn man ihm Gutes tut. Natürlich sind nicht alle Goreaner ehrenhaft, es gibt auch Schweinehunde. (wie auf der Erde)

3. Heimstein, Kaste und Familie

Das Höchste für den Goreaner sind der Heimstein und, direkt darauf folgend, seine Kaste. Dann kommt die Familie. Der Heimstein ist von solcher Wichtigkeit, dass der Goreaner vor Ehrfurcht aufsteht, wenn er von ihm spricht oder wenn dieser genannt wird. Das Wort “Gor” bedeutet soviel wie Heimstein auf goreanisch.

4. Analphabetismus

Der Goreaner kann in der Regel nicht lesen und schreiben. Diese Kenntnisse sind vor allem der Kaste der Schriftgelehrten vorbehalten, außerdem den Mitgliedern der anderen hohen Kasten, wenn sie für deren Berufsausübung unabdingbar sind. Händler müssen vor allem rechnen können, in der Regel beschäftigen Handelshäuser Schriftgelehrte für die Buchhaltung. Natürlich zeichnet einen Schriftgelehrten nicht nur die Beherrschung von Schrift aus, sondern er gilt als Gelehrter auf seinem Gebiet. Wissen ist Macht und eher für die Mächtigen bestimmt. Das Wissen um die wirkliche Beschaffenheit des Planeten Gor und um die Existenz der Erde wird von den Mächtigen gut gehütet.

5. Religion

Der Goreaner fürchtet die Priesterkönige und deren Vertreter, die Wissenden. Der Goreaner fürchtet sie deshalb, weil sie keine Glaubenssache sind, sondern eine reale Macht darstellen, die ganze Städte vernichten kann. Rituale im Tempel führen die Wissenden durch. Der Tempel darf nicht von Sklaven betreten werden. Auch Tiere werden nur zu Opferzwecken in den Tempel verbracht. Der oberste Wissende ist neben dem Administrator eine rechtliche Instanz. Die Kaste er Wissenden urteilt z.B. über verbotene Forschung, unerlaubte Technologien und Ketzerei. Das Symbol für die Priesterkönige ist der goldene Kreis. Er symbolisiert die Unendlichkeit. Er ist in jedem zentralgoranischen Tempel zu finden.

6. Natur

Der Goreaner lebt im Einklang mit der Natur. Er schätzt die Natur und wird ihr nicht schaden, wenn es nicht sein muss. Eng verbunden damit ist die Vorstellung von naturgegebenen Unterschieden zwischen den Menschen: Hohe Kaste – niedrigen Kaste. Frau – Mann. Frei – Unfrei. Der Planet Gor ähnelt der Erde in seiner Beschaffenheit. Allerdings gibt es drei Monde am Himmel, keine Umweltverschmutzung (die Technologie ist weitgehend auf dem Stand der europäischen Antike, ausgenommen die Medizin) und die Schwerkraft ist geringer.

7. Tod

Der Goreaner ist dank der Erfindung des Serums nicht an den Alterungsprozess gebunden und kann sehr alt werden. Allerdings schließt dies einen gewaltsamen Tod oder einen Tod durch eine der nach wie vor unbesiegten Krankheiten nicht aus. Wenn der Goreaner stirbt, gibt es für Reiche eine Feuerbestattung, andere werden irgendwo außerhalb der Stadt vergraben. Es gibt keine Grabmäler oder ähnliches. Dem Glauben nach geht der Goreaner nach dem Tod in die Stadt des Staubes. Damit ist kein Leben nach dem Tod im christlichen oder islamischen Sinne gemeint, sondern ein Zurückgehen in die Natur. Der Goreaner lebt weiter in der Erinnerung an seine Taten und in seinen Kindern.

8. Versklavung

Sklave kann man auf unterschiedlichen Wegen werden:

1. Geburt, 2. Gewaltsame Versklavung (vor allem außerhalb der eigenen Stadt und im Krieg), 3. Überschuldung, 4. Verkauf in die Sklaverei, 5. Strafe für Verbrechen, 6. Strafe für sklavenhaftes Verhalten in der Öffentlichkeit, 7. freiwillige Unterwerfung 8. Entführung von der Erde (Erdenfrauen gelten als ideale Sklavinnen, wenn sie es mal kapiert haben)

Mit der Versklavung erlöschen Familienzugehörigkeit, Zugehörigkeit zur Kaste sowie die Bürgerrechte am Heimstein. Der Sklave ist nur noch Sklave und rechtlich nun mehr ein Tier, das Eigentum ist. Freilassung ist rechtlich möglich, liegt aber gänzlich im Ermessen des Besitzers. Mit der Freilassung erlangt man nicht automatisch seinen vorherigen Status zurück, sondern fängt im Prinzip mit nichts an.

Ein Sklave, der sich nicht fügt, muss mit schweren Strafen und sogar mit dem Tod rechnen, weil ein solcher Sklave nichts wert ist.

Wer sich am Eigentum anderer vergeht oder dies gar schädigt, kann wegen Schadensersatz belangt werden. Ein kluger Bauer wird sich eher nicht an der Lieblingssklavin eines Kriegers vergehen, solange er nicht dazu eingeladen wurde. Das ist eine Frage des Respekts der Freien untereinander und eine Frage der zu erwartenden Konsequenzen.

9. Kastensystem

In Zentralgor gibt es das Kastensystem. Neben den fünf hohen Kasten (Wissende, Schriftgelehrte, Mediziner, Baumeister und Krieger) sind auch die anderen Berufe in Kasten organisiert. Die Kaste schützt ihre Mitglieder und dient dem Erhalt der Qualität und der erlangten Privilegien. Jede Kaste ist erkennbar an ihrer Kastenfarbe, die von ihren Mitgliedern auch stolz getragen wird. In der Regel gelten besonders in den hohen Kasten nur Mitglieder der eigenen oder einer höheren Kaste als angemessene Gefährten, da alle oder zumindest die männlichen Kinder in der Kaste des Vaters erzogen werden. Gefährtenschaften mit niedrigen Kasten sind völlig abwegig. In seine Kaste kommt man in der Regel durch die Geburt. Ausnahmen davon sind die Wissenden und die Assassinen. Außerdem können Kasten auch Mitglieder berufen, wenn Bedarf da ist und Talent erkennbar ist.

10. Gefährtenschaften

Goreaner können viele Sklaven besitzen, aber nur eine Gefährtin. Die Gefährtin bindet sich vertraglich für ein Jahr an ihren Gefährten, danach muss der Vertrag verlängert werden oder erlischt. Die meisten Gefährtenschaften währen länger, da keine Frau ihre Kinder an die Familie des Mannes verlieren möchte. Liebe kann ein Grund für eine Gefährtenschaft sein, viel häufiger sind es aber arrangierte, vertragliche Bindungen  im Sinne der Familie oder der Kaste. War die Frau erst ihrem Vater untertan oder ihrem ältesten Verwandten, geht sie nun in die Obhut ihres Gefährten über. Die Pflicht der Gefährtin ist in erster Linie die Familie. Eine Berufs- oder Amtsausübung bedarf der Zustimmung des Gefährten.

11. Die freie Frau

Die freie Frau untersteht ihrem Familienvorstand. (Vater, ältester Verwandter oder Gefährte) Ob sie einen Beruf ausübt oder ein Amt, obliegt seiner Entscheidung. Inwieweit sie über Geld verfügen und Geschäfte tätigen kann, ebenso. Die freie Frau kann ihre Sexualität nur soweit ausleben, wie ihr Mann es gestattet. Er kann ihr nach Gutdünken einen Strafkragen umlegen und wenn sie sich wie eine Sklavin verhält (schamloses Verhalten oder Verhalten, das seine Ehre in Frage stellt) kann er sie auch ganz verklaven.

In Victoria gilt kein Beischlafgesetz, das bedeutet konkret: Die freie Frau kann NICHT vom Besitzer eines Sklaven versklavt werden, weil sie mit dessen Besitz sexuell in Interaktion getreten ist. (Fallbeispiel für das Beischlafgesetz ist der Verführungssklave in Ar, mit dessen Hilfe es gelingt die Ubara LEGAL zu versklaven)

Das ist alles, was das Beischlafgesetz definiert.

Victoria lässt den Frauen im Punkt Kleidung mehr Freiheit, wie frei die Frauen in Victoria sexuell aber sein können, hängt von ihren männlichen Mitspielern ab. Generell wünschen wir uns Victoria als eine Art goreanisches Sodom und Gomorrha, allerdings behalten wir bitte im Auge, dass Sexualität eher eine private, pikante Angelegenheit ist, wenn man sich gewisse Freiheiten herausnimmt und gönnt.

Eine Frau in Victoria kann wegen sklavenhaften Verhaltens angezeigt werden, wenn sie zu offenherzig und zu ungeschickt vorgeht. Der Gefährte kann sie ohnehin reglementieren, aber auch das Gesetz kann es, wenn die Grenzen des guten Geschmacks überschritten werden.

Also feiert Orgien, aber wer es öffentlich zu bunt treibt, könnte ein böses Erwachen erleben.

Die freie Frau kann ihre Meinung kundtun, sollte sich aber nach Möglichkeit nicht lächerlich machen damit, denn wer will schon zum gesellschaftlichen Gespött werden? Wer es übertreibt mit dem großen Mundwerk, landet schlicht im gesellschaftlichen Abseits. Inwiefern sie für so etwas bestraft wird, hängt von ihrem Familienoberhaupt ab.

 12. Der freie Mann

Wir stellen ihn uns gemäß seiner faktisch vorhandenen Macht im Mittelwert als eher gelassenen, auf seine Ehre bedachten, aber durchaus lustvoll orientierten Menschen vor.

Er bestimmt über das Los seiner Familienmitglieder und trägt damit auch eine große Verantwortung.

Er kann seine Gefährtin und seine Töchter reglementieren und bestrafen und zwar im Großen und Ganzen mit wenigen Einschränkungen. Seine einzige Einschränkung ist die der eigenen Vernunft.

Wie eng seine moralischen Vorstellungen sind, hängt von seiner Erziehung und von den entwickelten Vorstellungen ab. In Victoria wünschen wir uns überwiegend einen goreanischen Mann, der durchaus um die sexuellen Bedürfnisse einer freien Frau weiß. Was er aber zulässt und gestattet, hängt von seinem individuellen Charakter ab. Ebenso, welche Vergehen er als solche sieht und bestrafen möchte.

Ganz sicher wird er darauf achten, dass seine Töchter unberührt in ihre erste Gefährtenschaft gehen (wenn er nicht der komplett devianter Drecksack ist) und wird darauf bedacht sein, dass seine Gefährtin ihm nicht öffentlich Hörner aufsetzt. Alles andere bewegt sich in seinem Ermessensspielraum.

Er hat das Recht eine freie Frau, die sich in aller Öffentlichkeit schamlos verhält, wegen sklavenhaften Verhaltens anzuklagen. Er muss es aber nicht.  Er hat das Recht eine Frau zu versklaven, die sich ihm ohne Gefährtenschaftsvertrag hingibt, er muss es aber nicht. Er MUSS überhaupt sehr wenig.

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